Biographie Rose Grimmer

Ich wurde am 06.07.1958 geboren.

Vor ca. 27 Jahren besuchte ich mit meinem damaligen Ehemann zum ersten Mal eine Veranstaltung mit Country Live Music im Longhorn in Stuttgart/Wangen.

Wir waren schon damals von den Tänzen, die dort von den Gästen getanzt wurden so fasziniert, dass wir gleich am nächsten Tag den wöchentlich stattfindenden Tanzkurs besuchten.

Vor allem ich hatte am Anfang enorme Schwierigkeiten, die Schritte auszuführen. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen und deshalb kann ich mich besonders in Anfänger gut hinein versetzen. Es sah aber auch super aus, wenn ca. 200 Personen dieselben Schritte tanzten und ich wollte auch dazugehören.

Mit eisernem Willen schaffte ich es dann nach und nach, die etwa 15 verschiedenen Tänze in meinen Kopf hineinzubringen und auch mit den Beinen umzusetzen. (Heute gibt es übrigens zigtausend verschiedene Tänze und dank Internet werden es täglich mehr.)

Mein Exmann und ich begannen parallel zum Line Dance auch damit Country & Western Couple Dance zu lernen. 1993 starteten wir in der Schweiz unser 1. Turnier. Wir nahmen an weiteren Turnieren in Frankreich, Holland, noch mehrmals in der Schweiz und sogar bei der Europameisterschaft in England teil. Dazu muss ich aber erwähnen, dass das Level beim Turniertanz damals sehr viel niedriger war als heute.

Mein Exmann und ich waren auch die Ersten, die in Deutschland ein Country & Western Tanzturnier veranstalteten. Als wir bei unserem 2. Turnier Line Dance mit anboten, wurden wir zuerst von den Verantwortlichen in Holland und anderen Ländern belächelt. Aber bald darauf gehörte Line Dance zu jedem Turnier dazu.

Heute gibt es in Deutschland und überall auf der Welt sehr viele Turniere, überall gehört Line Dance fest mit ins Programm und es melden sich dafür auch jedes Mal weitaus mehr Teilnehmer als für Paartanz.

Die Faszination für Line Dance hat mich persönlich nie mehr losgelassen und den meisten Menschen, die einmal damit in Kontakt kommen, geht es genau so.

Als im Longhorn keine Country-Veranstaltungen mehr statt fanden, suchten mein damaliger Ehemann und ich nach einer geeigneten Räumlichkeit um einen Saloon zu eröffnen. In Stuttgart auf dem Fasanenhof wurden wir fündig und eröffneten dort am 1.7.1994 einen Country Dance Saloon, den wir "Eldorado" nannten. Dort begann ich mit Line Dance Unterricht. Leider musste ich nach etwas mehr als einem Jahr meinem Traum vom eigenen Saloon wieder begraben und mein Lokal wieder schließen.

Ich unterrichtete dann zuerst nur ein paar ehemalige Stammgäste im Saal eines Gasthauses. Dann kam ein weiterer Kurs dazu. Kurse wurden beendet und neue entstanden.

Parallel dazu bot ich einer Westernstadt, die in Eging am See, zwischen Passau und Deggendorf neu entstand an, dort ebenfalls Line Dance zu unterrichten. Der Manager fand Gefallen an meiner Idee. Ich veranstaltete einen Probeworkshop mit Line Dancern aus der näheren Umgebung und kam damit so gut an, dass ich gleich für mehrere Wochenenden nach der Eröffnung von „Pullman City“ gebucht wurde.

Aus den Line Dance Weekends entstanden ganze Line Dance Weeks in den Ferien. Dabei lernte ich sehr viele Menschen kennen. Die meisten machten bei mir ihre ersten Line Dance Schritte und daraus entstanden dann weitere Grüppchen und Gruppen zu denen ich ebenfalls eingeladen wurde. Ich unterrichtete in ganz Deutschland von Hamburg bis München und von Remscheid bis Berlin. Auch in Österreich und der Schweiz wurde ich gebucht.

Mit Scooter Lee, einer in der Line Dance Szene bekannten und beliebten Sängerin aus den USA, ging ich in Deutschland auf Tournee.

Als „Pullman City II“ im Harz eröffnet wurde, war ich auch dort wieder mit Workshops vertreten.

Gleichzeitig standen mir im Country Circle, damals Deutschlands größter Fachzeitschrift für Country, monatlich 2 Seiten für die Veröffentlichung eines Tanzes, CD-Präsentationen und Berichten über Veranstaltungen zur Verfügung.

Ich selbst brachte eine Line Dance Broschüre mit dem Namen „Rosenblätter“ heraus. Alle zwei Monate erschien diese Heft und ich hatte Abonnenten überall in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Leider führten mehrere Umstände dazu, dass ich nach und nach immer weniger Engagements hatte. Manche Veranstalter bevorzugten plötzlich Tanzlehrer, die einen Choreographie-Wettbewerb oder gar ein Tanzturnier gewonnen hatten. Dass sie nur englisch sprachen und zwar besser tanzten als ich aber deshalb noch lange nicht besser unterrichteten, das spielte im Endeffekt keine Rolle.

Auch der Verkauf meiner Broschüre war rückgängig. Immer mehr Line Dancer holten sich Tanzanleitungen aus dem Internet. Es gab keine neuen Line Dance-CDs mehr, da die Musik ebenfalls per Download aus dem Internet bezogen wurde.

Dann wurde auch noch zu allem Unglück der die Produktion des „Country Circles“ beendet.

So entschloss ich mich dann notgedrungen und schweren Herzens dazu, als Tanzlehrerin kürzer zu treten, keine Workshops mehr zu geben, die Herausgabe meiner „Rosenblätter“ einzustellen und zu meinem ursprünglich erlernten Beruf Einzelkauffrau im Lebensmittelhandel zurückzukehren.

Weiterhin gab ich wöchentlich einmal meinen privaten Kurs montags von 18.00-22.00 Uhr im Schützenhaus in Jebenhausen bei ca. 30 Schülern und mittwochs an der VHS Dürnau bei 18 Schülern in 2 Kursen.

Da Line Dance momentan total im Trend liegt, ich sehr viele Anfragen bekommen und das mit meinen Arbeitszeiten im Einzelhandel nicht vereinbaren konnte, entschloss ich mich dazu, meinen gesicherten Arbeitsplatz in einem Supermarkt aufzugeben und endlich meinen Traum, als hauptberufliche Tanzlehrerin tätig zu sein, zu verwirklichen.

Eines meiner Lebensmottos lautet:

Verträume nicht Dein Leben,
sondern lebe Deinen Traum!

Seit Anfang Oktober 2010 lebe ich nun meinen Traum. Diese Entscheidung war die beste, die ich meinem bisherigen Leben getroffen habe und ich habe es noch keine Sekunde bereut.

Aktuell unterrichte ich derzeit jede Woche ca. 150 Schüler in 14 Kursen (nähere Info unter Kurse). Ich unterrichte dabei ca. 23,5 Stunden (Stand Februar 2017).

Ab Juli 2018 werden alle Kurse bei mir vierteljährlich im Voraus bezahlt. Auch habe ich ein paar Kurse zusammen gelegt. Meine Kurse haben sich dadurch auf 9 reduziert und ich unterrichte dabei ca. 110 Schüler in insgesamt 15,5 Stunden.

Im März 2019 begann ein neuer Anfängerkurs. Ich unterrichte nun 15,5 Stunden in 9 Kursen und mit insgesamt 120 Schülern.


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